In meiner Nachbarschaft starb ein Österreicher, der mit einer Uganderin verheiratet war und eine Tochter hatte. Der Mann war Künstler und lebte und arbeitete sehr viel Jahre in Uganda.

Als er nach kurzer schwerer Krankheit verstarb, begann die Totenwache, deren Dauer einige Tage und Nächte beanspruchte.

Da es wirklich direkt auf dem Nachbargrundstück war, konnte ich die Gesänge hören und die vielen Besucher sehen, die zum Kondolieren kamen und blieben. Die ganzen Nächte hindurch wurde gesungen und gebetet, aber das Besondere, warum ich diesen Artikel schreibe:

Es wurde die Lieblingsblasmusik des Verstorbenen gespielt – so laut, dass der gesamte Victoriasee nebst Dörfern etwas davon hatte. Eine völlig surreale Atmosphäre, mitten in der Nacht Blasmusik der Original Oberkrainer zu hören oder alte deutsche Schlager…

Nachdem diese Musik ausgiebig gespielt wurde (mit großen Boxen um alle zu beschallen), kam dann die aktuelle Clubmusik an die Reihe.

Sehr schön habe ich empfunden, dass der Mann nach Abklärung mit allen Behörden unter seinem Lieblingsbaum in seinem Garten beerdigt werden durfte.

Ja, andere Länder, andere Sitten sage ich – mit einem Augenzwinkern!

Eines der Lieder: Ganz ohne Liebe kann man nicht durchs Leben gehen…

 

 

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