Reiseliste für Uganda

Packliste Uganda- Was muss ich alles mitnehmen?

Ich packe meinen Koffer und darein kommt:

Handgepäck:

Achtung: Seit Neustem muss ein Visum vor Reiseantritt online beantragt werden: visas.immigration.go.ug !

 

  • Reisepass, Impfpass, ausgedruckte Visumsunterlagen griffbereit haben, denn dies wird bei Einreise kontrolliert – Wer keine Geldfieberimpfung vorweisen kann, wird vor Ort geimpft um einreisen zu dürfen!
  • Kopien vom Reisepass, am besten in unterschiedlichen Gepäckstücken – unser Experten-Tipp: sich selbst vor Abreise eine Email schicken mit den wichtigsten Dokumenten im Anhang, dann hat man im Notfall immer Zugriff darauf!
  • Internationaler Führerschein, falls man im Land Autofahren will
  • eine kleine Bauchtasche oder Brustbeutel zum Tragen unter der Kleidung um Visakarten, Bargeld oder ähnliche wichtige Dinge zu verstecken
  • Umhängetasche um Pass, Impfpass, Portemonnaie und Kleinigkeiten am Körper zu tragen; dann hat man auch gleich eine Tasche für den Aufenthalt im Land
  • unbedingt eine Visakarte mitnehmen, zum Geldabheben ist dies die zuverlässigste Art
  • US-Dollar und Euro dabei haben (am besten in großen Scheinen – denn dann bekommt ihr beim Umtausch mehr dafür, die Rate ist bei großen Scheinen besser), mit US-Dollars können bspw. die Eintritte in die Nationalparks bezahlt werden
  • für den Flug: Nasenspray um Druck im Ohr zu vermeiden, wer damit Probleme hat, kann sich auch spezielle Ohrenstöpsel für den Druckausgleich beim Fliegen zulegen; Reisekissen für den Langstreckenflug
  • unbedingt das Nötigste ins Handgepäck packen: Unterwäsche, Wechselklamotten, Zahnbürste, Deo, Medikamente, Brillen usw., falls der Koffer später ankommt (kommt ab und zu vor, der Koffer wird dann aber innerhalb weniger Tage zur Unterkunft gebracht)
  • unbedingt alle Koffer ordentlich beschriften, d.h. Name, Adresse, Ziel-Unterkunft in Uganda

Bitte lest dazu auch meinen Artikel über Impfungen! Danke.

 

Nützliche Dinge:

  • Reiseführer, siehe dazu meine Empfehlungen
  • LICHT ist ein wichtiges Thema, denn es gibt häufig Stromausfälle
    • Taschenlampe
    • eine Stirnlampe ist Gold wert und mein absoluter Gehimtipp!
    • eine gute, hochwertige Kerze (die dortigen halten gerade mal einen Abend lang…)
  • Rucksack für kleinere Touren
  • Stofftaschen zum Einkaufen, denn auch Uganda hat ein großes Müllproblem
  • Badetuch zum Schwimmen oder als Unterlage, praktisch auf Reisen sind schnelltrocknende Microfaserhandtücher
  • Schwimmbrille, wer sich sportlich betätigen will
  • Nagelbürste um JEDEN Abend die Füße zu schrubben, speziell den Nagelfalz wegen der Sandflöhe, die ihre Eier gerne dort reinlegen! Die Füße sind automatisch jeden Abend dreckig durch den roten Staub. Daher ist gründliches Füßewaschen Pflicht, am besten mit seperatem Handtuch abtrocknen.
  • Nagelschere und Feile
  • Oropax, denn die Geräusche nachts sind anders (Grillen zirpen, Ziegen meckern, Hunde bellen…) und man schläft i.d.R. nicht in gut isolierten Häusern mit Fenstern
  • für Backpacker: Travel- Moskitonetz! in Uganda muss man unter einem Moskitonetz schlafen, um Mückenstiche und damit Malaria zu vermeiden
  • super sind auch leichte-Schlafsack-Inlets mit eingenähtem Insektenschutz, die Flohbisse, Bettwanzen und ähnliches abhalten
  • Sonnenbrille und Sonnenhut oder Kappe
  • Smartphone und Ladekabel (Simcards für das Smartphone können vor Ort gekauft werden)
  • Powerbank , denn es gibt häufig Stromausfälle und ein Smartphone ist schneller leer, als man gucken kann
  • Laptop, Filme, Bücher, Zeitungen, Schreibzeug (für den Laptop kann man sich einen Internetstick kaufen zum Aufladen, sehr unproblematisch) – gerade bei Langzeitaufenthalten muss man für sein Entertainment sorgen
  • Kopfhörer
  • Reisetagebuch, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten
  • Adapter
  • Fernglas, denn Uganda ist das perfekte Reiseland für Vogelbeobachtung, aber auch ein Leopard versteckt im Baum sieht man auf Safari besser mithilfe eines Fernglases
  • eine ordentliche Fotokamera, damit die besonderen Momente eingefangen werden können
  • eine kleine Kofferwaage für den Rückflug
  • Handwaschmittel für den Notfall
  • für Backpacker mit großem Reiserucksack sind Packtaschen eine super Sache, um Ordnung in den Rucksack zu bringen
  • ein ordentliches Schweizer Taschenmesser ist Gold wert und kommt in überraschenden Momenten zum Einsatz 

 

KLEIDUNG

  • Regenjacke und Schirm (im Flieger anziehen mit einer leichten Jacke darunter, mehr braucht man dort nicht), dazu Stricksocken für den Flieger und kühle Abende
  • Flipflops, Tanzschuhe (Pumps oder was gut zum Tanzen ist)
  • Badelatschen (extra erwähnt auf Wunsch meines lieben Gastes aus Bayern)
  • Schuhe zum Wandern oder Strecken gehen, wer das machen möchte (diese am besten auf dem Flug anziehen, spart Platz)
  • Unterwäsche, wenig Socken – dort wird mit der Hand gewaschen, das heißt man sollte keine empfindlichen Dessous mitnehmen, Baumwolle eignet sich besser, häufig ist Kleidung nach dem Aufenthalt verwaschen und nicht mehr ansehnlich
  • da man natürlich mal ins Schwitzen kommt, mag manch eine auch bequeme Sport-BHs oder Baumwoll-Bustiers unter ihren Kleidern
  • Hosen, Röcke, Kleider – ist aber auch alles super günstig secondhand zu kaufen, bitte kniebedeckt!
  • Leggings, kann frau gut schnell unter den Rock ziehen während der Bodda-Fahrt und schon ist der Rock nicht mehr zu kurz
  • Schal, sehr empfehlenswert auf dem Bodda wegen Fahrtwind
  • Shirts
  • Schlafsachen, es ist nachts oft nicht so heiß
  • Schweißtuch, um nicht ständig mit schmutzigen Händen im Gesicht zu wischen
  • Badekleidung, dabei ist auch ein UV-Schutz-Shirt empfehlenswert für empfindliche Hauttypen, super auch für Rafting-Ausflüge (Bikinis sind ok, frau fühlt sich aber wohler, wenn es nicht der allerknappste Bikini oder auch ein Badeanzug ist)
  • ein Pareo oder Hamamtuch ist für Poolaufenthalte auf jeden Fall empfehlenswert
  • Ersatz-Brille für Brillenträger

 

Medikamente:

  • Pflaster, Wickel, Verbände oder gleich ein Erste-Hilfe-Set
  • (Kopf-)schmerzmittel und Entzündungshemmer
  • Antihistaminikum (lässt Mückenstiche über Nacht ruhen und heilen)
  • Insektenschutz zum Einsprühen ist gerade zur Abenddämmerung elementar wichtig
  • Wund- und Heilsalbe
  • Reisekaugummis und Reisetabletten, wer empfindlich ist und dennoch eine Fahrt auf dem Nil machen möchte
  • Durchfallmittel
  • Malariaprophylaxe, wer sie machen möchte
  • Geheimtipp gegen juckende Mückenstiche: der Bite-away Stick
  • Carotin-Kapseln zur Vorbereitung der Haut auf die Sonne

… mehr braucht man im Grunde nicht, denn es gibt genügend Apotheken, die sehr gut ausgestattet sind.

 

Hygieneartikel

Meine Empfehlung: nehmt am besten alles mit! Denn das Shampoo ist beim Haare waschen anders, Deoroller gibt es nicht, bei Cremes weiß niemand, was darin ist….

Ein Deoroller reicht i.d.R. 3 Monate, ebenso Shampoo, Duschzeug und Spülung oder Gesichtscreme. Meist bekommt man Besuch und so kann man schon vor dem Abflug die später benötigten Kosmetika bei den Besuchern deponieren.

Hier einige Dinge, die ich IMMER mitnehme:

  • Shampoo, ich empfehle ein festes Haarshampoo, um Plastikmüll zu vermeiden
  • Spülung, Duschzeug, Haar-Kur
  • Seife (Es gibt natürlich Seife zu kaufen. In manchen Supermärkten gibt es sogar Bio-Seife zu kaufen, aber es gibt nicht die gewohnte Seife.)
  • Lippenpflegestift, normal und mit Sonnenschutz, denn die Lippen verbrennen leicht
  • Sonnencreme, mind. LSF 30, besser 50+, denn die Sonnenintensität ist hoch
  • Aloe Vera – Gel ist mein Geheimtipp bei sonnengestresster Haut, denn es kühlt angenehm
  • Gesichtscreme Tag und Nacht, Gesichtsmasken
  • Bodylotion, da das Klima aber sehr angenehm ist, werden die meisten schnell geheilt von trockener oder unreiner Haut
  • Tampons, Binden, etc., bei Langzeitaufenthalten ist auch eine Menstruationstasse eine sinnvolle Investition
  • Nagellack und Nagellackentferner
  • Feile, Nagelschere oder Knipser
  • Haarbürste
  • Deoroller
  • Parfüm oder Rasierwasser
  • Haargummis und Haarbänder, bei Hitze muss frau sich die Haare wegbinden
  • Rasierer und Ersatzklingen
  • Zahnpasta und Zahnbürste
  • Schminkutensilien (Wer meint, das braucht frau dort nicht, irrt! Sehr schnell wird frau zu einer Hochzeit eingeladen und schon steht frau vor dem Problem… denn die Uganderinnen sind sehr, sehr schick gekleidet und geschminkt bei solchen Anlässen und frau fühlt sich deplatziert, wenn sie aussieht wie ein Touri)
  • Nagelbürste, wie oben beschrieben
  • Feuchttücher to go sind auch sehr praktisch für unterwegs, ob auf dem Langstreckenflug oder beim Reisen im Land

 

Was man sonst noch vermissen könnte…

Nahrungsmittel aus Deutschland

Es kommt immer darauf an, welche Gewohnheiten jemand hat und auf was er oder sie überhaupt nicht verzichten kann und will. Ich zum Beispiel bin Teetrinker und mag jeden Morgen einen Kräutertee. Ich mag auch gerne Suppe zum Abendessen und dazu ein Stück Schwarzbrot.

Viele Dinge wie Plätzchen oder Bonbons gibt es zwar in den Supermärkten in Uganda zu kaufen. Allerdings sind die Plätzchen sehr, sehr süß und richten sich meist nach indischen Geschmäckern. Die Ugander können sich Einkäufe im Supermarkt i.d.R. nicht leisten und die vielen dort lebenden Inder decken ihren Geschmack ab.

Hier ein paar Tipps, was gut zu transportieren ist:

  • Kräutertee
  • Dose Schwarzbrot (typisch deutsch 😉 )
  • Salami, Gouda (in Alufolie einwickeln und ab in den Koffer)
  • Speckwürfel zum Rührei (überlebt den Flug gut und hält sich lange)
  • Gummibärchen
  • Puddingpulver
  • Haferflocken
  • Brühwürfel
  • Tütensoßen und -suppen
  • Salatsoße
  • Kaugummis (in der Dose, da die anderen verkleben durch Wärme und Luftfeuchtigkeit)
  • Bonbons
  • Müsli
  • Müsliriegel, auch sehr praktisch für Safari-Trips
  • Gewürze
  • Senf
  • Dose Gulasch und Packung Klöße habe ich auch schon einmal mitgenommen…

Natürlich werden sich einige Leser wundern, warum ich empfehle bestimmte Leckereien in den Koffer zu packen. Und Reisende wissen selbst am besten, was sie schnell vermissen, was für sie zum Wohlbefinden gehört und Struktur für den Tag gibt (der Kräutertee am Morgen vielleicht?).

In den ersten Jahren meiner Uganda-Aufenthalte habe ich irgendwann von bestimmten essbaren und trinkbaren Dingen geträumt und bin nachts wach geworden – das hat den Heißhunger verstärkt und es nicht besser gemacht! Wir haben uns vorgeschwärmt, was wir alles nach der Rückkehr essen werden und ich habe ausgerechnet, wann der nächste Besuch kommt und mir Salami und Teebeutel mitbringt…

Natürlich kann man das mal aushalten, aber muss man sich das antun? NEIN, es ist völlig legitim sich den Koffer so zu packen, dass man sich verteilt auf seinen Aufenthalt oder bis der nächste Besuch kommt ab und zu seine Leckereien gönnen kann.

So verhält es sich bei mir ebenfalls mit der Zeitung am Morgen! Ich MUSS Zeitung lesen und nehme so viel wie möglich mit (gut sind die dicken Zeitungen wie Süddeutsche, Welt am Sonntag, FAZ, ZEIT). Ich habe dann das Gefühl weiter am deutschen Leben teilzuhaben und habe etwas intellektuellen Anspruch am Morgen. Man glaubt ja gar nicht, wie lange eine Zeitung gelesen werden kann und was auf einmal alles gelesen wird!

Zum Abschluss nun noch eine Bitte an euch: nehmt möglichst euren Plastikmüll wieder mit nach Deutschland, denn in Uganda wird alles verbrannt! (Und zwar nicht in schicken Müllverbrennungsanlagen, sondern die Ugander machen regelmäßig selbst ein kleines Feuerchen im Garten, um den Müll zu verbrennen. Es zieht dann ein beißender Geruch durch die Nachbarschaft.)

DANKE!