Archiv für die Kategorie „Gedanken zu…“

Ich bin seit 10 Jahren in Jinja/ Uganda. Ich lebte zwischen 5 Wochen und 6 Monaten im Jahr direkt am Victoria-See an den Quellen des Nils. Das Wasser liegt direkt vor der Nase, der See öffnet sich und der Nil beginnt zu fließen. Als ich 2007  erstmalig kam, gabe es noch die zuverlässigen Regenzeiten. Wenn es begann, übernahm die Natur den  Rhythmus des Lebens. Diesen Beitrag weiterlesen »

In meiner Nachbarschaft starb ein Österreicher, der mit einer Uganderin verheiratet war und eine Tochter hatte. Der Mann war Künstler und lebte und arbeitete sehr viel Jahre in Uganda.

Als er nach kurzer schwerer Krankheit verstarb, begann die Totenwache, deren Dauer einige Tage und Nächte beanspruchte.

Da es wirklich direkt auf dem Nachbargrundstück war, konnte ich die Gesänge hören und die vielen Besucher sehen, die zum Kondolieren kamen und blieben. Die ganzen Nächte hindurch wurde gesungen und gebetet, aber das Besondere, warum ich diesen Artikel schreibe: Diesen Beitrag weiterlesen »

Niemals werde ich mich daran gewöhnen, dass die Dämmerung fehlt. Es ist 19.15 Uhr und ich weiß, es bleiben noch 15 Minuten, dann ist es stockfinster und die Hand ist vor Augen nicht zusehen.

Es wird Zeit ans Ziel zu kommen.

Die Abendstimmung ist wunderbar und eine Stille senkt sich übers Land. Tagsüber sind Menschen, Vögel, Boddas –  Alltagsgeräusche eben –  zu hören. Abends und nachts sind es Frösche und Grillen, die fast unerträglich lärmen, wenn der Aufenthalt nah am See ist.

Es dauert nicht lange und ATLANTIS taucht auf. Aus dem Wasser wird eine Stadt geboren, ein Lichtermeer, ein Flimmern und ein völlig unwirklicher Anblick taucht auf.

Die Fischer sind in ihren Holzbooten auf den Victoria-See hinausgefahren und werfen in Abständen ihre Netze aus. Dann bringen sie ihre Laternen zum Leuchten um die Fische anzulocken. Das ist der magische Moment.

Die Fischer bleiben bis zum Morgen auf dem See, dann fahren sie an Land und verkaufen den wartenden Marktfrauen ihren Fang.

Obwohl ich schon wiederholt die Erfahrungen eines Kulturschocks gemacht habe, passiert es mir bei jeder Rückkehr wieder. Der Kulturschock stellt eine extreme psychische Belastung dar, die aber zu jeder längeren Auslandserfahrung dazu gehört.

Aus meinem Studium weiß ich, dass der Kulturschock in verschiedenen Phasen abläuft. Dabei kann der Eigen- Kultur-Schock mitunter heftiger ausfallen, als der Kulturschock im Ausland.

Der Kopf merkt auch sofort, wann der Kulturschock eintritt, das Herz jedoch ist dem Ganzen völlig ausgeliefert.

Ich schreibe heute über das Auf und Ab der Achterbahn der Gefühle! Diesen Beitrag weiterlesen »