Fortbewegungsmittel in Uganda

Das ist ein typisch ostafrikanisches Fortbewegungsmittel und entstand in den 60er,70er Jahren aus dem englischen Begriff „border to border“, also von Grenze zu Grenze (von Kenia nach Uganda). Es waren früher die Fahrradtransporte, die Taxis, die Menschen auf einem extra Sitz hinten auf dem Fahrrad von hier nach da brachten. Heute sind es grade in den Städten die Mopeds, Mofas, Motorräder, die den Reisenden für wenig Geld transportieren.

Transport mit dem Bodda-Bodda

Transport mit dem Bodda-Bodda

 

Meist stehen die Bodda-Fahrer in Gruppen an bestimmten und allseits bekannten Straßenecken. So weiß jeder, wo er hinzugehen hat, wenn er ein Bodda braucht. Oft fahren sie durch die Gegend oder haben Kundschaft abgeliefert und freuen sich über den nächsten Kunden.

Wie sitzt eine Frau auf dem Bodda? Etwa anders als die Männer?

Frauen sitzen seitlich auf dem Bodda an der Seite ohne Auspuff! Denn sonst kann frau sich böse verbrennen. Ich habe diese Erfahrung gemacht und eine fürchterliche Brandblase bekommen, die Wochen zum Abheilen brauchte. Dem Fahrer kann sie gleich sagen, dass er langsam fahren soll und frau kann sich am Sitz festhalten oder hinten am Bodda. Wenn sie will, kann der Fahrer umschlungen werden. Es dauert mehrere Fahrten, dann geht’s wie von selbst und wenn es gemütlich voran geht, vergesse ich manchmal das Festhalten und träume vor mich hin oder wühle in der Tasche.

Auch hierbei gilt keine Pflicht seitlich zu sitzen, wie es auch nicht die Verpflichtung gibt, die Knie zu bedecken. Wenn es ein besseres Gefühl ist, kann frau wie ein Mann sitzen. Wieder ACHTUNG beim Absteigen, rechts ist der Auspuff und besser links absteigen wegen der Verbrennungsgefahr!

Wenn die Frauen also lieber wie ein Mann sitzen, dann ist das eigentlich nur in einer Hose möglich. Jede muss für sich selbst entscheiden, wie sie sich dabei fühlt.

Bezahlung

Es ist das Beste den Preis vorher zu verhandeln und den angesagten Preis durch 3 zu teilen, also wenn er 6000 Schilling sagt, sagt der Reisende 2000 Schilling und auf der Mitte kann man sich einigen. Wir zahlen mehr als die Einheimischen, müssen jedoch für alle weiteren Reisenden die Wucherpreise eindämmen. Denn wer längere Zeit dort ist, muss irgendwie mit seinem Geld zurechtkommen.

Mit der Zeit hat der Ausländer meist seinen Fahrer, mit dem er regelmäßig fährt und die Handynummern ausgetauscht, das erledigt dann die ewigen Diskussionen und das Feilschen um die Preise. Ansonsten halte ich es immer so, dass der Preis vorher ausgehandelt wird und ich dem Fahrer das Geld vor der Fahrt gebe .Der Vorteil ist, dass ich nie meinen Geldbeutel in der Stadt oder vor anderen Leuten öffnen muss. Wichtig und empfehlenswert ist es, Kleingeld zu Hause in einer Dose zu sammeln. Die Fahrer können angeblich nie wechseln und so kann es passend gegeben werden. KLEINGELD: 500er Stücke oder 1000er Scheine

Es kann schon mal zur Verzweiflung beitragen, wenn das Kleingeld ausgeht. Denn wechseln können eigentlich nur die indischen Supermärkte. Also beim Einkauf immer die großen Scheine mitnehmen zum Tauschen (50 000 Schilling ist sehr, sehr groß vor Ort ).

Ich empfehle keine „guten“ Kleidungsstücke zu tragen, denn es ist sehr staubig und der rote Staub ist nicht oder schlecht auszuwaschen. Wenn es geregnet hat, Gummistiefel tragen, denn es entstehen in kürzester Zeit Pfützen, die nicht immer umfahren werden können. Zudem muss frau darauf achten, dass die Knie bedeckt bleiben und weder Schal noch Rock in die Räder gewickelt werden können.

Hat man eingekauft, kann der Fahrer die Tasche oder den Rucksack gut vor sich auf das Moped legen und festschnallen. Das ist nichts Besonderes und es machen alle so. Es werden auf diesem Wege auch ganze Schweine, Ziegen, Hühner, Säcke und Familien transportiert.

Sehr lustig anzusehen ist es immer, wenn zum Beispiel Kinder aus der Schule abgeholt werden und vor dem Fahrer und hinter dem Fahrer zwei sitzen…

Oder eine Familie einen Ausflug plant in den schönsten buntesten Sonntagssachen, zwei Kinder vorne, Vater und Mutter hinten mit Baby auf dem Arm….

Oder viele Hühner sind mit zusammengebundenen Beinen rund ums Bodda festgezurrt. Das ist nicht mehr lustig.

Oder Schweine werden transportiert, ist für uns kaum zu ertragen.

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