Ein Minibus und DAS Fortbewegungsmittel für die Bevölkerung. Die Matatus sind meist sehr voll mit Mensch und Ware, aber sehr günstig. Ich rate allerdings davon ab, das eigene Gepäck auf das Dach packen zu lassen, sondern es während der Fahrt auf dem Schoß zu halten! (Ich weiß von Reisenden, deren Gepäck am Ziel der Reise gestohlen war und wohl bei den Stopps vom Dach geklaut wurde) Es ist eng und völlig überfüllt, bei jeder Fahrt spielt der Reisende mit seinem Leben!!!

In Deutschland würden vielleicht 10 Menschen und der Fahrer in dem Minibus sitzen, in Uganda können 18 bis 20 Menschen samt Babys darin sitzen. Außerdem werden auf dem Schoß und an den Füßen zusammengebundene Hühner transportiert, Säcke voll Maismehl befinden sich unter den Füßen oder auf dem Dach, Baumaterial, ganze Fernseher und alles nur Erdenkliche kann und muss transportiert werden, teilweise über Stunden in sengender Hitze…

Zudem startet ein Matatu nur, wenn es voll ist – und da kann der Reisende schon mal 2 Stunden warten… Aber keine Sorge, Händler laufen zwischen den Matatus und bieten ihre Waren feil ( kleine Küchlein, Maiskolben frisch gegrillt, Taschentücher aus Stoff!, Gewürze, Haarbänder usw ).

Die meisten Unfälle passieren mit den Matatus, da sie sehr, sehr riskant fahren und ständig überholen. Dazu kommt die Überfüllung, Alter des Minibusses und schlechte Straßenverhältnisse…

Es ist auf Kurzstrecken von einigen Kilometern aber ungefährlicher, da an jeder Straßenecke angehalten wird. Und jeder Ausländer muss es für sich entscheiden. Ich fahre von Jinja in den Vorort oder nutze das Matatu bei Regenwetter. Der Fahrer sammelt während der Fahrt das Geld ein und der Sitznachbar kann Auskunft geben über den Fahrpreis. Wir Ausländer zahlen hier den gleichen Preis. Für eine Fahrt von 5 Kilometern zum Beispiel 1000 Schilling, das sind 33 Cent.

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