Reisen mit kleinem Gepäck liegen voll im Trend. Schließlich kann man Bekleidung unterwegs ja oft günstig waschen lassen, anstatt sich mit sperrigen Koffern abzuschleppen.

Auch in Uganda wird Wäscheservice in Hotels und Gästehäusern günstig angeboten, aber es lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen! Selbst in größeren Hotels wird die Wäsche oft noch per Hand erledigt. Das ist eine körperlich sehr schwere Arbeit! Zur Entlastung werden oft die Füße eingesetzt und die Wäsche wird in großen Wannen ausdauernd gestampft. Man muss sich also überlegen, ob bzw. welche Wäschestücke man dieser Behandlung aussetzten möchte. Nicht jedes Gewebe ist dafür dankbar.

Neben der Sorge um empfindlichere Kleidungsstücke, sollte man auch die Gesundheit der schlecht bezahlten Wäscherinnen im Auge haben. In Uganda gilt: „Helles soll richtig strahlen!“ Dieser Anspruch ist aufgrund der oft starken Verschmutzung (siehe Hinweise zur Urlaubsbekleidung) nur durch den Einsatz starker Bleichmittel zu erfüllen, wie sie in Europa höchstens noch zur professionellen Sanitärreinigung eingesetzt werden. Das schadet nicht nur der Wäsche, sondern auch den Händen und Füßen der Wäscherinnen und ist im schlimmsten Fall sogar krebserregend.

Über Wäschereien in Uganda muss man außerdem wissen, dass Wäsche grundsätzlich gebügelt wird und zwar so heiß wie möglich und gerne auch etwas heißer! Das macht die Wäsche nicht nur glatt und manchmal auch kaputt, sondern tötet gegebenenfalls auch Larven der sogenannten Mango Fly. Diese Schmeißfliege legt ihre Eier in noch feuchte Wäschestücke, insbesondere in der Dämmerung oder wenn Wäsche zum Trocknen auf der Wiese ausgelegt ist.

Sollte man gelegentlich selbst die „kleinen Handwäsche“ erledigen, empfiehlt es sich, eine Leine zu nutzen und die Wäsche am späten Nachmittag abzunehmen. Die Larven der Mango Fly können nämlich von der Wäsche auf die Haut gelangen. Dort dringen sie ein und die heranwachsenden Larven verursachen schmerzhafte Beulen, die sich nur durch ebenfalls schmerzhaftes Herausdrücken beheben lassen. Das klingt nicht nur unangenehm und ekelig, sondern ist es auch. Anders als die Bilharziose Erreger wandern die Maden zum Glück nicht tiefer in den Körper, aber dennoch können sie unbehandelt Infektionen verursachen.

Ein paar mehr „Teilchen“ im Reisegepäck, die man anschließend zu Hause in die Maschine schmeißt, können also durchaus ein guter Beitrag zu einem positiven Reiseerlebnis und zur Gesundheitsvorsorge für sich und andere sein.

 

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