Wer sich überlegt, in Uganda selbst Auto zu fahren, braucht einen internationalen Führerschein!

Den Führerschein bekommt jeder Fahrer beim TÜV und kostet in unserer Gegend 16,50 €, er ist 3 Jahre gültig.

Zu allererst muss gesagt werden, dass in Uganda LINKSVERKEHR herrscht.

Zu Anfang ist es für uns Deutsche sogar als Fußgänger gefährlich die Straße zu überqueren, denn wir schauen grundsätzlich in die falsche Richtung oder erwarten aus der Richtung überhaupt keinen Verkehr … also Achtung!

Wer sich dann doch ins Abenteuer Autofahren stürzen will: Üben! Es geht am besten, indem man mit einem Ugander oder einem Ausländer, der den ugandischen Straßenverkehr kennt, zu üben. Nach einigen Fahrten mit einem hilfreichen Beifahrer fühlt man sich gleich sicher.

Es dauert einige Tage, dann geht’s von ganz allein – wie in Deutschland, nur eben andersherum. (Auch der Kreisverkehr wird natürlich verkehrtherum befahren.)

Vorfahrtsregeln sind nicht so eindeutig und es ist ratsam, sich in seiner Gegend (bei mir ist es Jinja) auszukennen und einfach zu wissen oder zu erahnen, wer fährt oder einfach abzuwarten und den anderen vorlassen. Denn Ampeln gibt es nicht! Auch Verkehrspolizisten sind höchstens in Kampala eingesetzt.

Es kann gefährlich werden, unsicher zu fahren, da Menschen dort ihren Vorteil daraus schlagen können und einen Unfall provozieren. Also nicht zu langsam und sicher unterwegs sein!

Sobald man eine gewisse Strecke fährt, beginnt es Spaß zu machen. Die Geschwindigkeit wird nie zu hoch, da der Zustand der Straßen schlecht ist. Es gibt viele, viele Schlaglöcher und wenn man das aus Versehen falsch trifft… kann es üble Folgen haben.

Gefährliche Straßen

Während der Fahrt ist es unbedingt wichtig, voll auf die Straße konzentriert zu sein, denn Löcher sind schwer vorhersehbar. Da es im ganzen Land so gut wie keine Bürgersteige gibt, sind die Menschen an den Straßenrändern unterwegs. Die Straßen, auch die wenigen geteerten, sind meist die einzige Verbindungsmöglichkeit um zu Fuß, per Rad, per Matatu oder Auto von A nach B zu gelangen.

Wir teilen also die Straße mit vielen anderen „Verkehrsteilnehmern“. In den Abendstunden ist der Verkehr wie überall am dichtesten und die Ziegenhirten holen ihre Tiere nach Hause. Diese sind dann ebenfalls am Straßenrand unterwegs, oder Kühe oder Hunde…

Spaß macht es trotzdem, da es eine Herausforderung ist, das Wetter schön ist und wir immer bei offenem Fenster fahren können, völlig ungewohnt für Deutsche!

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